Brüsseler Weihnachtsmärkte nach Einbruch der Dunkelheit
Der Brüsseler Weihnachtsmarkt ist tagsüber ganz schön. Nach Einbruch der Dunkelheit ist er magisch. Das haben wir durch Zufall herausgefunden: Nachdem wir an einem grauen Nachmittag ziemlich unbeeindruckt durch die Chalets geschlendert waren, kehrten wir um sechs Uhr abends zurück – und fanden eine völlig andere Stadt vor.
Wenn die Grand-Place erwacht
Sobald die Lichter angehen, verändert sich alles. Das Herzstück ist die Licht- und Klangshow, die auf die Grand-Place projiziert wird – die vergoldeten Zunfthäuser erstrahlen in bunten Farben, tanzen zur Musik und das alles völlig kostenlos, mehrmals pro Abend (Grand-Place-Reiseführer). Wir standen in der Kälte mit Hunderten anderer Menschen, alle mit strahlendem Grinsen wie kleine Kinder. Es ist ohne Zweifel eines der besten kostenlosen Erlebnisse, die ich je zu Weihnachten in irgendeiner Stadt gesehen habe.
Der Weg zur Sainte-Catherine
Von dort folgten wir den Chalets durch die Unterstadt in Richtung Sainte-Catherine, wo die dichteste Reihe von Marktständen entlang der alten Fischmarktplätze leuchtet. Eine Tasse Glühwein zum Aufwärmen der Hände, der Duft von gerösteten Kastanien und Tartiflette, das Riesenrad, das sich über allem dreht (Marktführer).
Wir fuhren mit dem Riesenrad für den Ausblick – das gesamte beleuchtete Stadtzentrum lag unter uns ausgebreitet, der Kirchturm des Rathauses in der Ferne angestrahlt. Die paar Euro waren es allemal wert.
Tipps aus unserer (frostigen) Erfahrung
- Abends kommen, nicht nachmittags – die Beleuchtung ist der eigentliche Höhepunkt.
- Wochentage sind deutlich ruhiger als Wochenenden.
- Richtig anziehen – es ist eine feuchte, eisige Kälte, und man ist stundenlang im Freien.
- Das Essen einteilen – eine Waffel, dann laufen; Glühwein, dann laufen. Es ist ein langer Markt.
- Die Lichtshow einplanen – nachschauen, wann sie läuft, und den Grand-Place-Besuch danach ausrichten.
Das Fazit
Wer Brüssel im Dezember besucht, sollte den Markt bei Nacht erleben. Die Tagesversion zeigt ihn von seiner schwächeren Seite; nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Grand-Place leuchtet und man ein heißes Getränk in der Hand hält, ist es purer Winterzauber. Mehr zur Saison in unserem Brüssel im Winter-Reiseführer.
