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Die besten Comic-Wandbilder in Brüssel: ein Kartenführer

Die besten Comic-Wandbilder in Brüssel: ein Kartenführer

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Wo befinden sich die besten Comic-Wandbilder in Brüssel?

Die besten zentralen Wandbilder konzentrieren sich in der Unterstadt in der Nähe der Grand-Place: das Tintin-Wandbild (Rue de l'Étuve), Broussaille (das erste Wandbild, Rue du Marché au Charbon), Le Chat (Boulevard du Midi) sowie die Wandbilder der Schlümpfe, Lucky Luke und Gaston in der Nähe. Plane eine Schleife von ca. 2 km und du kannst an einem Nachmittag ein Dutzend Wandbilder zu Fuß entdecken.

Ein praktischer Kartenführer zu den Wandbildern

Die Brüsseler Comic-Route umfasst über 50 Wandbilder, aber du wirst nicht alle sehen — und das musst du auch nicht. Dieser Ratgeber bündelt die besten Wandbilder der Innenstadt zu einem gut begehbaren Cluster, sodass du an einem Nachmittag rund ein Dutzend der eindrucksvollsten Werke erkunden kannst, ohne die Außenbezirke zu durchqueren. Hol dir die offizielle Comic-Route-Karte (Touristenbüro oder online) zur Navigation und nutze die unten stehenden Gruppen, um deine Runde zu planen.

Die Wandbilder entstanden 1991 als städtische Initiative zur Feier der belgischen bande dessinée — beginnend mit einem einzigen Auftrag in der Rue du Marché au Charbon. Seitdem wächst das Projekt stetig; jedes Jahr kommen neue hinzu. Die Qualität ist uneinheitlich — manche sind außerordentliche Großformat-Kunstwerke, andere bescheidener — weshalb das zentrale Kerngebiet der richtige Ausgangspunkt ist. Erfreulicherweise befinden sich die schönsten Wandbilder auch im fußgängerfreundlichsten Teil der Stadt.


Der zentrale Kern (nahe der Grand-Place)

Das sind die absoluten Highlights, alle innerhalb einer ca. 2 km langen Schleife durch die Unterstadt:

  • TintinRue de l’Étuve (nahe Manneken-Pis). Tintin, Struppi und Kapitän Haddock auf einer Feuertreppe. Das Wahrzeichen (Tintin-Ratgeber). Der Maßstab ist beeindruckend — die Figuren erstrecken sich über mehrere Stockwerke — und die Darstellung von Hergés Charakteren im ligne-claire-Stil in ganzer Gebäudehöhe ist etwas wirklich Besonderes.
  • BroussailleRue du Marché au Charbon. Ein spazierendes Pärchen; das erste Wandbild der Route (1991) und ein stilles LGBTQ+-Wahrzeichen im schwul-lesbischen Viertel. Von Frank Pé geschaffen, gab es die Vorlage für das gesamte Programm.
  • Le Chat (Geluck) — Boulevard du Midi. Der ungerührt philosophierende Kater. Philippe Gelucks Figur gilt wohl als die beliebteste moderne belgische Comic-Schöpfung; das Wandbild fängt seine ganz eigene Art von wohlwollender Weisheit ein.
  • Ric HochetRue du Bon Secours. Ein Mann, der durch ein Fenster klettert. Eine Detektiv-Comic-Figur aus den 1950ern — außerhalb Belgiens weniger bekannt, aber eine lokale Institution.
  • Olivier RameauRue du Chêne, nahe Manneken-Pis.
  • Néron, Monsieur Jean, Boule et Bill — verteilt durch Saint-Géry und das Marché-au-Charbon-Viertel.

Dieser Cluster lässt sich hervorragend mit einer Stadtbesichtigung und dem Comic-Museum verbinden.


Ein kurzer Abstecher Richtung Osten/Norden

Etwas weiter draußen, aber noch gut zu Fuß erreichbar:

  • Die Schlümpfe (Les Schtroumpfs) — Bereich Rue de l’Étuve / Place du Jardin aux Fleurs. Peyos blaue Wesen. Die Schlümpfe sind wohl Belgiens meisterkannte Comic-Schöpfung nach Tintin; das Wandbild gibt ihnen den entsprechenden Maßstab.
  • Gaston Lagaffe — nahe dem Comics Art Museum (Rue des Sables). Franquins ewig unbegabter Bürojunge, umgeben von seinen Gadgets und Katastrophen. Eines der liebevollsten Wandbilder der gesamten Route.
  • Lucky Luke und weitere Bilder an der nördlichen Grenze der Unterstadt.

Kombiniere diese Wandbilder mit einem Besuch des Comics Art Museums in der Rue des Sables — dem natürlichen Mittelpunkt des Comic-Viertels. Das Museum ist in einem ehemaligen Kaufhaus untergebracht, das Victor Horta entworfen hat — ein doppelter Grund zum Besuch.


Eine empfohlene Runde (ca. 2 Stunden)

  1. Start Manneken-Pis / Tintin-Wandbild (Rue de l’Étuve).
  2. Westlich zum Marché au Charbon — Broussaille und weitere in Saint-Géry.
  3. Richtung Norden zum Boulevard du Midi für Le Chat (kurzer Umweg).
  4. Hoch zur Rue des Sables und dem Comics Art Museum (Gaston in der Nähe).
  5. Zurück im Bogen, alle bisher verpassten Wandbilder mitnehmen, Ende an der Grand-Place.

Ein Dutzend Wandbilder, ein Museum und ein echter Stadtspaziergang durch die Unterstadt — ein toller halber Tag.


Welche Wandbilder sind einen Umweg über das Zentrum hinaus wert?

Wenn du die Kernroute ausdehnen möchtest:

  • Die Rue Haute und das untere Marolles-Viertel bieten mehrere Wandbilder, die den Weg lohnen — das Viertel hat einen ganz anderen Charakter als die zentralen Straßen, und dieser Kontrast ist sehenswert.
  • Die Rue Blaes nahe der Place du Jeu de Balle (der Flohmarktplatz) hat ein Wandbild, das sich gut mit einem Morgenmarktbesuch verbinden lässt.

Das sind durchaus gute Wandbilder, aber der Umweg kostet Zeit; besuche sie, wenn du einen ganzen Tag dem Comic-Thema widmest, weniger wenn du sie in einen ohnehin vollen Nachmittag einbauen möchtest.


Warum die Wandbilder mehr als Tourismus sind

Das Comic-Wandbild-Projekt ist nicht nur ein touristisches Angebot — es ist eine explizite Stadtpolitik, um die belgischste aller Kunstformen auf öffentlichen Plätzen zu feiern. Belgien hat einen unverhältnismäßig großen Teil der weltbesten Comic-Zeichner hervorgebracht: Hergé (Tim und Struppi), Peyo (die Schlümpfe), Franquin (Gaston, Spirou), Edgar P. Jacobs (Blake und Mortimer), Morris (Lucky Luke) — eine lange und wirklich beeindruckende Liste. Das Wandbild-Projekt entstand auch als Reaktion auf die Kontroverse um den Abriss von Hergés Geburtshaus in den 1990ern und ein allgemeines Versagen, Brüssels Comic-Erbe zu schützen.

Die Stadt hat seitdem gegensteuert. Neben den Wandbildern ist das Comics Art Museum (Centre Belge de la Bande Dessinée) in der Rue des Sables die dauerhafte Institution — untergebracht in einem Horta-Gebäude mit Originalwerken, Ausstellungen und Archiven. Die Wandbilder aber sind die Freilichtgalerie der Stadt: kostenlos, großformatig, wetterfest (sie werden regelmäßig restauriert) und im Alltag der Straßen verankert statt hinter Eintrittskarten versteckt.


Deine eigenen Lieblinge entdecken

Die aufgeführten Highlights sind verlässlich, aber einer der großen Reize der Comic-Route ist die Entdeckung — das unerwartete Wandbild in einer Seitenstraße, die unbekannte Figur, nach der man suchen muss, das Bild aus einem Comic, den man als Kind gelesen hat. Die Route ist online gut dokumentiert; es gibt eigens entwickelte Smartphone-Apps, und das Touristenbüro verkauft eine Druckversion der Karte.

Manche Besucher verbringen einen ganzen Tag damit, die gesamte Route abzulaufen; die meisten empfinden einen konzentrierten Nachmittag im zentralen Cluster als befriedigender. Wer mit Kindern reist, kann das Erkennungsspiel einbauen — wer findet die Figur, bevor der Erwachsene den Comic benennt? Eine Tintin- und Street-Art-Führung ist die familienfreundlichste Führungsoption.


Tipps für die Wandbild-Suche

  • Nach oben schauen und um Ecken biegen — manche hängen hoch an Giebelwänden oder verstecken sich in Seitenstraßen.
  • Das beste Licht gibt es oft am Morgen oder späten Nachmittag; grelles Mittagslicht lässt die Farben flach wirken.
  • Klasse für Kinder — verwandle es in ein „Erkenne die Figur”-Spiel (Familienaktivitäten).
  • Mit Führung für die Hintergrundgeschichten — eine Wandbild-Stadtführung oder eine Tintin- und Street-Art-Führung erklärt, wer jedes Wandbild gemalt hat und warum — eine Ebene, die keine Karte bieten kann.

Wie du es auch angehst, die Wandbilder sind das charmanteste Gratis-Erlebnis Brüssels — und einmal damit angefangen, hört man nicht mehr auf, sie zu entdecken. Die Hintergründe der Figuren erfährst du in Belgische Comics erklärt.

Häufig gestellte Fragen — Die besten Comic-Wandbilder in Brüssel: ein Kartenführer

  • Wie finde ich die Comic-Wandbilder in Brüssel?
    Hol dir die offizielle Karte der Comic-Route im Touristenbüro oder lade sie online herunter, und plane dann eine Schleife durch die zentrale Unterstadt, wo sich die Wandbilder konzentrieren. Die meisten sind zu Fuß von der Grand-Place erreichbar; eine App oder eine gedruckte Karte hilft dir, den Überblick zu behalten.
  • Welches ist das bekannteste Comic-Wandbild in Brüssel?
    Das Tintin-Wandbild in der Rue de l'Étuve, nahe Manneken-Pis, zeigt Tintin, Struppi und Kapitän Haddock auf einer Feuertreppe. Broussaille (ein spazierendes Pärchen) in der Rue du Marché au Charbon ist ebenfalls bemerkenswert — es war das allererste Wandbild der Route, gemalt im Jahr 1991.

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