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Belgische Comics erklärt: Warum Brüssel die BD-Hauptstadt ist

Belgische Comics erklärt: Warum Brüssel die BD-Hauptstadt ist

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Warum ist Belgien berühmt für Comics?

Belgien ist das Herzland des europäischen Comic-Strips (Bande dessinée). Der in Brüssel geborene Hergé schuf 1929 Tintin und begründete den klaren „Ligne-claire“-Stil; die Schlümpfe, Lucky Luke, Spirou und Gaston Lagaffe folgten. Comics gelten hier als anerkannte Kunstform — die „neunte Kunst“ — gefeiert durch Wandgemälde, ein bedeutendes Museum und eine lebendige Verlagsszene.

Die „neunte Kunst” wurde hier perfektioniert

Um Brüssel zu verstehen, muss man seine Leidenschaft für Comics begreifen. In Belgien ist der Comic-Strip — Bande dessinée (BD) — kein flüchtiges Kinderkram; es ist die „neunte Kunst,” ein respektiertes Medium mit großen Meistern, seriösen Museen und riesigen Wandgemälden quer durch die Hauptstadt. Pro Kopf produziert und verehrt Belgien Comics wie nirgendwo sonst auf der Welt, und Brüssel ist sein schlagendes Herz. Hier der Hintergrund, der die Wandgemälde und das Museum der Stadt erst richtig verständlich macht.


Wie Belgien zur Comic-Hauptstadt wurde

  • Hergé und Tintin (1929). Der in Brüssel geborene Georges Remi („Hergé”) schuf Tintin, dessen weltweiter Erfolg die belgischen Comics auf die Landkarte setzte und das Vorbild für den europäischen Abenteuerstrip prägte.
  • Das goldene Zeitalter der Nachkriegszeit. Magazine wie Tintin und Spirou wurden zu Brutstätten für Talente, und Brüsseler Verlage machten Comics zu einer nationalen Industrie.
  • Eine Kultur, die die Sache ernst nahm. Belgien behandelte Comics als Kunst — lehrte, sammelte und stellte sie aus — daher die Wandgemälde, das Comics Art Museum und die Festivals der Bande dessinée.

Der Stil: Ligne claire

Hergés unverwechselbare „Ligne claire” (klare Linie) prägt den klassischen belgischen Look:

  • Saubere, gleichmäßig starke Konturen ohne aufwendige Schraffuren.
  • Flächige, kräftige Farben.
  • Klare, unaufgeräumte Kompositionen, die sofort lesbar sind.

Der Stil ist elegant, lesbar und zeitlos — und äußerst einflussreich in der Welt des Comics und im Design. Einmal erkannt, begegnet er einem in Brüssel überall.


Die Figuren, denen man begegnet

  • Tintin (Hergé) — der mutige Jungreporter und Struppi (Tintin-Leitfaden).
  • Die Schlümpfe / Les Schtroumpfs (Peyo) — die kleinen blauen Dorfbewohner, ein weltweites Phänomen.
  • Lucky Luke (Morris) — der Cowboy, der schneller schießt als sein Schatten.
  • Spirou & Fantasio — der Page-Abenteurer und seine Freunde.
  • Gaston Lagaffe (Franquin) — der liebenswert nutzlose Büroangestellte.
  • Blake und Mortimer (E.P. Jacobs) — klassisches Ligne-claire-Abenteuer.
  • Le Chat (Philippe Geluck) — die moderne Philosophen-Katze, auf einem berühmten Wandgemälde.

Viele ihrer Schöpfer arbeiteten in Brüssel — deshalb ehrt die Stadt sie an ihren Mauern.


Wo man Comics in Brüssel erleben kann


Warum das für Ihre Reise wichtig ist

Die Comics sind kein Gimmick — sie sind ein Fenster in den Charakter von Brüssel: verspielt, bodenständig, stolz auf seine eigenen Eigenheiten. Eine Stadt, die Tintin und die Schlümpfe an ihre Gebäude malt und ein Museum für Zeichner in einem Jugendstilpalast einrichtet, sagt etwas Sympathisches über sich selbst. Wer sich mit der BD-Kultur beschäftigt — und sei es nur durch die Suche nach Wandgemälden — dem erschließt sich Brüssel viel besser und macht deutlich mehr Spaß.

Häufig gestellte Fragen — Belgische Comics erklärt: Warum Brüssel die BD-Hauptstadt ist

  • Was ist die 'Ligne claire' in Comics?
    'Ligne claire' (klare Linie) ist der von Hergé in Tintin entwickelte Stil: saubere, gleichmäßig starke Konturen, flächige Farben ohne Schattierung und klar lesbare Kompositionen. Dieser Stil wurde im europäischen Comic äußerst einflussreich und gilt als der klassische belgische Look schlechthin.
  • Was sind die bekanntesten belgischen Comics?
    Tintin (Hergé), die Schlümpfe (Peyo), Lucky Luke (Morris), Spirou et Fantasio, Gaston Lagaffe (Franquin), Blake und Mortimer (E.P. Jacobs) und Le Chat (Geluck) gehören zu den bekanntesten — die meisten von Brüsseler Künstlern geschaffen, gefeiert in den Wandgemälden und im Museum der Stadt.

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