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Manneken-Pis: die Geschichte hinter Brüssels kleiner Statue

Manneken-Pis: die Geschichte hinter Brüssels kleiner Statue

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Was ist der Manneken-Pis und wo steht er?

Der Manneken-Pis ist eine 61 cm große Brunnenfigur aus Bronze, die einen urinierenden Jungen darstellt. Er steht an der Ecke Rue de l'Étuve / Rue du Chêne, zwei Minuten südlich des Grand-Place. Die heutige Figur stammt aus dem Jahr 1619 und ist ein geliebtes Symbol für den respektlosen Humor Brüssels — mehrmals pro Woche trägt sie ein Kostüm aus einem Fundus von über 1.000 Outfits.

Die kleine Statue mit großer Bedeutung

Kein Symbol verkörpert Brüssel besser als der Manneken-Pis — ein 61 Zentimeter großer Bronzebrunnen, der einen kleinen urinierenden Jungen zeigt, der an einer Straßenecke thront und weit über seinen eigentlichen Maßstab hinaus verehrt wird. Besucher sind regelmäßig überrascht, wie winzig er ist — doch genau das ist der Punkt: Eine Stadt, die sich einen pinkelnden Kleinkind zum Maskottchen kürt, nimmt sich selbst nicht zu ernst, und genau dieser Humor ist die eigentliche Attraktion. Hier ist seine Geschichte. Das ehrliche „Lohnt es sich?”-Urteil lesen Sie in unserem Beitrag.


So finden Sie ihn

An der Ecke Rue de l’Étuve und Rue du Chêne, 2 Minuten bergab vom Grand-Place. Sie kommen auf dem Weg zum oder vom Platz meist ohnehin an ihm vorbei. Er ist klein und sitzt hoch oben an einem Eckbrunnen — also Augen auf, und treten Sie für Ihr Foto lieber zur Seite, anstatt sich in einer Schlange anzustellen.


Ein bisschen Geschichte

Die heutige Bronzefigur stammt vom Bildhauer Jérôme Duquesnoy dem Älteren aus dem Jahr 1619 und ersetzte eine frühere Steinfigur. Das Original wird zum Schutz heute sicher im Stadtmuseum Brüssel (im Maison du Roi am Grand-Place) aufbewahrt — was auf der Straße steht, ist eine Kopie, die selbst mehrfach gestohlen und wiedergefunden wurde und damit zur Legende beitrug.


Die Legenden

Niemand weiß genau, wie ein pinkelnder Junge zum Wahrzeichen Brüssels wurde. Mehrere Geschichten konkurrieren:

  • Ein Junge löschte einen Brand (oder die brennende Zündschnur einer Bombe, die die Stadt zerstören sollte), indem er darauf urinierte.
  • Der verlorene Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns wurde beim fröhlichen Urinieren gefunden, woraufhin der dankbare Vater den Brunnen stiftete.
  • Der junge Herzog Gottfried III. urinierte als Säugling aus einem in einem Baum aufgehängten Korb, um seine Truppen zum Sieg anzuspornen.

Glauben Sie, was Ihnen gefällt — die Mehrdeutigkeit ist die halbe Freude.


Die Kostümtradition

Der Manneken-Pis besitzt einen Fundus von über 1.000 Kostümen und wird mehrmals pro Woche verkleidet — als Heilige, Fußballer, historische Persönlichkeiten, Comicfiguren oder in den Trachten besuchender Nationen, oft anlässlich besonderer Ereignisse und Jahrestage. Es gibt sogar eine feierliche Zeremonie. Viele Kostüme werden im nahe gelegenen Museum GardeRobe MannekenPis ausgestellt (günstiger Eintritt, wirklich charmant). Schauen Sie nach, was er gerade trägt — es wechselt ständig. Bei besonderen Anlässen zapft er sogar Bier.


Die ganze Familie kennenlernen

Vervollständigen Sie das Trio — eine lustige kleine Schnitzeljagd, besonders mit Kindern (Familienaktivitäten in Brüssel):

  • Jeanneke-Pis — sein weibliches Pendant, in einem Altstadtgässchen (Impasse de la Fidélité) von der Rue des Bouchers aus.
  • Het Zinneke — ein urinierender Hund, in der Rue des Chartreux.

Das Beste daraus machen

Der Manneken-Pis ist ein 2-Minuten-Stopp, kein Ausflugsziel — schauen Sie ihn an, genießen Sie das Kostüm und den Witz, und ziehen Sie weiter zu den wirklich großartigen Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Eine geführte Stadtrundfahrt oder ein stadthistorischer Spaziergang erklärt Ihnen die Legenden direkt vor Ort und setzt ihn in den richtigen Kontext. Er ist kein Monument — er ist eine Pointe, und eine charmante dazu. Lassen Sie sich nur nicht von den Touristenläden rund um ihn herum überteuerte Schokolade verkaufen.

Häufig gestellte Fragen — Manneken-Pis: die Geschichte hinter Brüssels kleiner Statue

  • Warum ist der Manneken-Pis so berühmt?
    Weil er den selbstironischen, surrealen Humor Brüssels perfekt verkörpert — eine winzige Statue eines urinierenden Kindes, die wie ein städtisches Heiligtum behandelt wird, komplett mit Legenden, einem riesigen Kostümfundus und gelegentlichen Bierzapfveranstaltungen. Der Ruhm übersteigt die Größe bei weitem, und genau das ist der Witz.
  • Welche Legenden ranken sich um den Manneken-Pis?
    Gleich mehrere: ein Junge, der einen Brand (oder die brennende Zündschnur einer Bombe) durch Urinieren löschte; der verlorene Sohn eines Kaufmanns, der fröhlich bei diesem Tun aufgefunden wurde; oder ein junger Herzog Gottfried III., der als Kleinkind aus einem Weidenkorb urinierte, um seine Truppen zum Sieg anzuspornen. Die wahre Herkunft ist unbekannt — und genau diese Mehrdeutigkeit macht den Reiz aus.

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