Geheimtipps in Brüssel, die wir früher kennen wollen hätten
Einige unserer schönsten Erinnerungen an Brüssel stammen nicht von den berühmten Sehenswürdigkeiten — sondern von den Ecken, auf die wir zufällig gestoßen sind, meistens viel zu spät in der Reise. Hier sind die Geheimtipps, die wir von Anfang an hätten kennen sollen.
Die Cantillon-Brauerei
Eine noch in Betrieb befindliche Lambic-Brauerei, die seit 1900 eingefroren scheint, in der Nähe von Brüssel-Midi. Hier wird Bier noch immer mit wilden Hefen aus der Luft vergoren und in alten Fässern zwischen (geschützten) Spinnen gelagert. Saure Gueuze dort zu verkosten, wo sie hergestellt wird, ist eines der authentischsten Erlebnisse der Stadt (Cantillon-Reiseführer). Wir hätten es fast ausgelassen. Das sollte man nicht tun.
Mer du Nord / Noordzee
Eine Stehfischbar in Sainte-Catherine — hier bestellt man Kroketten oder gegrillten Fisch mit einem Glas Weißwein und isst auf dem Gehsteig inmitten von Einheimischen. Keine Tische, kein Aufwand, einfach großartig (Moules-frites-Gegend).
Maison Saint-Cyr
Eine atemberaubende, absurd schmale Jugendstil-Eisenfassade am Square Ambiorix, die die meisten Besucher nie zu Gesicht bekommen (verborgene Jugendstil-Schätze). Reine Brüsseler Exzentrizität in Schmiedeeisen.
De Garre (in Brügge, aber eine Erwähnung wert)
Bei einem Tagesausflug lohnt es sich, diese winzige Gassen-Bar zu entdecken, die ihr eigenes 11,5-prozentiges Tripel ausschenkt — maximal zwei Glas pro Person. Eine Legende, versteckt in einem Durchgang, an dem man einfach vorbeigehen würde.
Das GardeRobe MannekenPis
Ein günstiges, charmantes kleines Museum mit über 1.000 Kostümen, die die berühmte Statue trägt. Drollig, entzückend — und kaum jemand geht hin (Manneken-Pis-Führer).
Der Garten Petit Sablon
Ein juwelenhafter, gestalteter Garten, umgeben von bronzenen Zunftstatuetten — eine ruhige Pause zwei Minuten entfernt von den Schokoladenläden des Sablon (Sablon-Reiseführer).
Die Lektion
Das Muster wiederholt sich: Das Beste von Brüssel versteckt sich eine Straße weiter hinten, in einer Gasse oder nach einer kurzen Metrofahrt. Die Stadt macht keine Werbung für ihre Schätze — man muss umherwandern, nach oben schauen und den Einheimischen durch die unmarkierten Türen folgen (beste Stadtteile).
Hätten wir das schon bei der Ankunft gewusst, hätten wir weniger Zeit in Warteschlangen vor den offensichtlichen Sehenswürdigkeiten verbracht und mehr Zeit in den Ecken, die die Reise wirklich unvergesslich gemacht haben. Also betrachte dies als die Liste, die wir uns gewünscht hätten, und geh los, um deine eigenen Schätze zu finden. Eine geführte Geheimtipps-Tour ist eine gute Abkürzung — aber halb so schön ist das zufällige Entdecken.